Die beiden Hessenwetter-Frösche Hessenwetter & Hessenklima

Ressort V

Himmel über Hessen

Der Blick nach oben · Hessen aus dem All · Raumfahrt-Stadt Darmstadt

Vom Sternenhimmel über die ISS bis zum Satellitenblick aufs eigene Bundesland — und mittendrin Darmstadt, die heimliche Raumfahrt-Hauptstadt. Hessen, von ganz oben betrachtet.

Podcast · Himmel über Hessen

Anna & Lukas
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Transkript

Sonderfolge · Skript & Stimmen: Google Gemini · Untertitel: Whisper · Visualisierung: Web Audio

Anna und Lukas, die beiden Hessenwetter-Frösche, in Astronauten-Anzügen vor einer Tafel „Himmel über Hessen“ — mit den Themen Der Blick nach oben, Hessen aus dem All und Raumfahrt-Stadt Darmstadt.

Satellit & Kosmos

Aus dem All

Tägliche Aufnahmen — NASA · DONKI · MODIS · ERA5

Großer WagenKassiopeiaSommerdreieckSchwanLeierLöweKleiner WagenAndromedaArcturusVegaCapellaAltairSpicaAntaresPolluxDenebRegulusPolarisMERKURVENUSJUPITERNOSW© Markus Berg · Hessenwetter

Sternenhimmel · Hessen

Heute Nacht über Hessen

Der Vollmond zu 97 % beleuchtet ist um 22 Uhr noch unter dem Horizont und geht erst um 22:55 auf. Venus steht 16° hoch im Westen, Jupiter steht 6° hoch im Nordwesten. Mitten in der hellen Jahreszeit — eine echte astronomische Dunkelheit gibt es diese Nacht nicht. Dafuer kann am Nordhorizont leuchtende Nachtwolken-Optik aufziehen.

Sichtbar heute Nacht: Großer Wagen hoch im Nordwesten · Kleiner Wagen hoch im Norden · Leier im Osten · Sommerdreieck im Osten.

Die ISS überquert Hessen um 03:40 Uhr — 6 Minuten sichtbar von Westen nach Osten, maximal 73° hoch.

Mond
Vollmond · 97%
Mondaufgang
22:55
Monduntergang
07:23
Planeten
Venus · Jupiter
1. Juli 2026 · 22:00 MESZ Beobachter Mitte Hessen · © Markus Berg

Polarlicht-Chance · Hessen

2%gering

heute Nacht · über Mitte Hessens

Kp-Index
1.0 · max 24 h 1.3
Sonne
stark · stärkster Flare M1.4
CME
keine erdgerichtet
Kp 05 — Polarlicht-Schwelle9

NASA DONKI · Weltraumwetter

Ruhige Sonne, kaum Polarlicht

Über der Mitte Hessens, bei rund 50,5 Grad Nord, sind Polarlichter ohnehin selten; realistisch werden sie hier erst bei sehr starken geomagnetischen Stürmen ab etwa Kp 7. Der aktuelle Kp-Index liegt bei 1, das Maximum der letzten 24 Stunden bei 1,3, also weit unter dieser Schwelle. Auf der Sonne gab es in den vergangenen fünf Tagen als stärksten Ausbruch nur einen M1.4-Flare mit Peak am 29. Juni 2026 um 21:40 UTC; erdgerichtete koronale Massenauswürfe mit prognostizierter Ankunft sind nicht gemeldet. Ohne solchen Sonnensturm, der das Erdmagnetfeld deutlich anregt, bleibt die Polarlicht-Chance über Hessen heute Nacht bei 2 Prozent und damit gering.

Uff Hessisch ▾

Ruhisch Sonn, kaum Nordlicht

Mitten in Hessen, bei rund 50,5 Grad Nord, sin Polarlichter sowieso rar; richtig realistisch werd’s hier erst bei sehr starke geomagnetische Stürm ab ungefähr Kp 7. Der aktuelle Kp-Index steht bei 1, des Maximum von de letzte 24 Stunn bei 1,3, also weit unner dere Mark. Uff de Sonn war in de vergangene fünf Daach der stärkste Ausbruch en M1.4-Flare mit Peak am 29. Juni 2026 um 21:40 UTC; erdgerichtete koronale Massenauswürf mit prognostizierter Ankunft gibt’s net. Ohne so en Sonnensturm, der des Erdmagnetfeld deutlich anregt, bleibt die Polarlicht-Chance iwwer Hessen heut Nacht bei 2 Prozent und damit gering.

Quelle: NASA DONKI · NOAA SWPC SWPC-Polarlicht ↗
M82: Galaxie mit supergalaktischem Wind

NASA · Bild des Tages

M82: Galaxie mit supergalaktischem Wind

Warum quillt aus der Zigarrengalaxie roter Rauch? M82, wie diese Starburst-Galaxie ebenfalls genannt wird, wurde durch eine jüngere nahe Passage an der großen Spiralgalaxie M81 aufgewühlt. Das erklärt jedoch nicht vollständig die Quelle des rot leuchtenden, nach außen expandierenden Gases und Staubs. Hinweise deuten darauf hin, dass dieses Gas und dieser Staub von den zusammenwirkenden Teilchenwinden vieler Sterne hinausgetrieben werden, die gemeinsam einen galaktischen Superwind erzeugen. Die Staubteilchen stammen vermutlich aus dem interstellaren Medium von M82 und ähneln in ihrer Größe tatsächlich den Teilchen in Zigarrenrauch. Das gezeigte Fotomosaik kombiniert Aufnahmen im sichtbaren Licht des Hubble-Weltraumteleskops mit Aufnahmen im Infrarotlicht des James-Webb-Weltraumteleskops. Es zeigt die hell gefärbte zentrale Galaxie nahezu in Kantenlage quer durch die Bildmitte, mit gewaltigen orangefarbenen und roten Filamenten aus Gas und Staub, die sich nach oben und unten erstrecken. Die Filamente reichen über mehr als 10.000 Lichtjahre. Die 12 Millionen Lichtjahre entfernte Zigarrengalaxie ist im Infrarotlicht die hellste Galaxie am Himmel und kann im sichtbaren Licht schon mit einem kleinen Teleskop in Richtung des Sternbilds Großer Bär (Ursa Major) gesehen werden.

29. Juni 2026 HD ↗

NASA NeoWs · Erdnahe Objekte

Diese Woche an der Erde vorbei

Asteroiden mit dichter Annäherung in den nächsten sieben Tagen. Eine „Mond-Distanz" (LD) entspricht 384.400 km — der Entfernung Erde–Mond.

ObjektAnnäherungDistanzGrößeTempo
2005 NE21Mi., 1. Juli37,6 LD14.442.641 km150–336 m40.491 km/h
441987 (2010 NY65)Mi., 1. Juli71,1 LD27.329.986 km143–319 m62.587 km/h
2005 BG28Mi., 1. Juli139,9 LD53.782.677 km20–45 m62.969 km/h
2003 BN4Mi., 1. Juli161,9 LD62.242.781 km37–84 m23.373 km/h
2014 XQ3Mi., 1. Juli177,7 LD68.287.444 km323–721 m55.242 km/h
2019 YS3Do., 2. Juli20,1 LD7.721.720 km32–71 m24.622 km/h
Quelle: NASA NeoWs · CNEOS / JPL⚠ = potenziell gefährlich eingestuft

Hessen × Weltraum · MODIS Terra

Hessen aus 705 km Höhe

Tägliches Übersichtsbild vom NASA-Satelliten Terra · Klick = groß

Hessen vom Satellit, 30. Juni 2026

MODIS Terra · Hessen

Der tägliche Überblick

Jeden Tag ein frisches Echtfarbbild des NASA-Satelliten Terra (MODIS-Sensor) — grob aufgelöst (~250 m pro Bildpunkt), dafür täglich: Wolkenformen, Schneedecke, Vegetation. Der direkte, aktuelle Blick aus dem Orbit. Wie scharf dasselbe Hessen in Wirklichkeit ist, zeigt das Sentinel-2-Bild direkt darunter.

Aufnahme 30. Juni 2026 Worldview ↗

Hessen × Weltraum · Sentinel-2

Hessen aus dem All

Der scharfe Zwilling zum MODIS-Bild · laufend aktualisiert · Klick = groß

Hessen als Echtfarb-Satellitenbild von Sentinel-2
Sentinel-2 · wolkenärmstes Komposit der letzten Wochen · ~786 km Höhe

Das ist dasselbe Hessen wie im täglichen MODIS-Bild „Hessen aus 705 km" weiter oben — nur aufgenommen von einem anderen Satelliten und in ganz anderer Schärfe. Während der NASA-Satellit Terra (MODIS) jeden Tag ein grobes Übersichtsbild liefert (rund 250 m pro Bildpunkt), zeigt der europäische Sentinel-2 Hessen mit 10 m Auflösung — fein genug, um Felder, Wälder und Stadtquartiere zu unterscheiden.

Der Preis der Schärfe: Sentinel-2 überfliegt Hessen nur alle paar Tage. Dieses Bild ist deshalb ein wolkenarmes Komposit der jeweils klarsten Aufnahmen der letzten Wochen, täglich neu zusammengesetzt. In Echtfarbe treten die dunkelgrünen Mittelgebirgswälder von Taunus, Vogelsberg, Spessart und Rhön hervor; im Süden glänzt das Rhein-Main-Gebiet, durchzogen von Rhein und Main. Dieselben Copernicus-Daten nutzt auch das Land Hessen (HLNUG) für seine Hitze- und Umweltkarten.

Copernicus Sentinel-2 10 m Auflösung Echtfarbe B4·B3·B2

Daten: Copernicus Sentinel-2 (ESA) · Verarbeitung über Copernicus Data Space Ecosystem

Hessen × Weltraum · Vegetation

Wie trocken ist Hessen?

Vegetationszustand aus dem All · Sentinel-2-NDVI · Klick = groß

Vegetationskarte von Hessen aus Sentinel-2-NDVI
trocken üppig grün

Pflanzen reflektieren unsichtbares Nahinfrarot-Licht umso stärker, je vitaler sie sind. Sentinel-2 misst das — daraus berechnet sich der NDVI, ein Maß für die Dichte und Vitalität der Vegetation. Diese Karte zeigt, wo Hessen gerade grün und saftig ist und wo es trocken und spärlich bewachsen ist.

Dunkelgrün sind die vitalen Mittelgebirgswälder; gelblich-braune Töne markieren abgeerntete oder trockene Felder und versiegelte Stadtflächen — am deutlichsten im Rhein-Main-Gebiet. In einem trockenen Sommer wandert die Karte sichtbar ins Bräunliche. Sie ist damit ein früher, satellitengestützter Trockenheits-Indikator für die Vegetation.

Weiße Flächen sind Wolken, bläuliche Flächen Gewässer. Wie das Sentinel-2-Echtfarbbild ein wolkenarmes Komposit der letzten Wochen, täglich neu berechnet.

NDVI NIR vs. Rot Sentinel-2 · 10 m

Daten: Copernicus Sentinel-2 (ESA) · Verarbeitung über Copernicus Data Space Ecosystem

Hessen × Weltraum · Meteosat

Mitteleuropa von Meteosat

Geostationäres Tagesbild · gesteuert aus Darmstadt · Klick = groß

Mitteleuropa vom geostationären Meteosat-Satelliten
Meteosat GeoColour · geostationär, ~36.000 km Höhe · neuester Frame des Tages

Ganz anders als die polarumlaufenden MODIS- und Sentinel-Satelliten steht Meteosat fest über dem Äquator — auf 36.000 km Höhe, immer denselben Ausschnitt im Blick. Dieses Tagesbild zeigt die aktuelle Wolkenlage über Mitteleuropa, mit Hessen im Zentrum.

Genau dieser Satellit — und sein bewegter Film unter „Wetter & Lage" — wird vom EUMETSAT- Kontrollzentrum in Darmstadt gesteuert. Der Kreis zur Raumfahrt-Stadt Hessen schließt sich also direkt darunter.

Meteosat · GeoColour geostationär

Quelle: EUMETSAT · EUMETView (Darmstadt)

ESA · Bild der Woche

Earth from Space

Wöchentlich kuratiert von der ESA · Betrieb aus Darmstadt · Klick = groß

Earth from Space: Desert cropland

ESA · Earth from Space

Desert cropland

These Copernicus Sentinel-2 images show agricultural development in the desert of southern Egypt, close to the border with Sudan.

26. Juni 2026 esa.int ↗

Quelle: ESA — „Earth from Space" (Observing the Earth) · oft Copernicus-Sentinel-Daten

Hessen & der Weltraum

City of Space — Darmstadt

Europas Tor zum All steht in Hessen

Während über Hessen das Wetter zieht, blickt Hessen zugleich tief ins All: Darmstadt ist Europas heimliche Raumfahrt-Hauptstadt. Hier steuert das ESOC — das Satellitenkontrollzentrum der europäischen Weltraumorganisation ESA — Raumsonden quer durchs Sonnensystem. Und nur wenige Straßen weiter betreibt EUMETSAT die europäischen Wettersatelliten.

Das schließt den Kreis zu dieser Seite: Die geostationären Meteosat-Satelliten, deren Bilder hier im Satellitenfilm und in der Live-Hitzekarte zu sehen sind, werden von Darmstadt aus gesteuert. Der Blick aus dem Orbit auf Hessen beginnt — mitten in Hessen.

ESA · ESOC EUMETSAT seit 1967 in Darmstadt